Statistische Bestandsaufnahme zur Altersarmut in Koblenz
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 19. Januar 2012 22:20
Kein flächendeckendes Phänomen
Das Thema Altersarmut findet zunehmend Raum in der Politik wie auch in den Medien und in der öffentlichen Diskussion. Die kommunale Statistikstelle der Stadt Koblenz hat zahlreiche Datenquellen zu diesem Themenkreis von amtlichen Statistiken bis hin zu Ergebnissen von Bürgerumfragen ausgewertet und eine aktuelle Bestandsaufnahme zur „Altersarmut in Koblenz“ vorgelegt. Im Vergleich zu den jüngeren Altersgruppen liegt der Anteil der Grundsicherungsempfänger an der Bevölkerung im Rentenalter mit 4,7 % auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Altersarmut ist in Koblenz also kein „flächendeckendes“ Phänomen.
Im regionalen Vergleich weist Koblenz allerdings eine weit überdurchschnittliche Grundsicherungsempfängerquote auf und liegt aktuell hinter Trier an zweiter Stelle aller 36 Landkreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz. Nach vier Jahren mit stagnierenden Fallzahlen deuten die weitere demographische Entwicklung und ein derzeit hoher Anteil an Beziehern von Arbeitslosengeld II unter den älteren Erwerbspersonen zwischen 50 und 64 Jahren auf einen Anstieg der Rentnerhaushalte mit einem Einkommen unterhalb des so genannten soziokulturellen Existenzminimums hin. Besonders auffallend ist die hohe Betroffenheit von Altersarmut im Personenkreis älterer Menschen mit ausländischen Wurzeln, so haben zwei Drittel aller Koblenzer Empfänger von Grundsicherung im Alter einen Migrationshintergrund. Auffällig ist zu dem die ausgeprägte räumliche Konzentration der Grundsicherungsempfänger auf wenige Koblenzer Stadtteile und Wohnquartiere, denn 54 % aller Empfänger wohnen in vier der dreißig (statistischen) Koblenzer Stadtteile.
Diese und weitere Ergebnisse sind dem Bericht „Altersarmut in Koblenz – eine statistische Bestandsaufnahme“ zu entnehmen, der im Internetangebot der kommunalen Statistikstelle unter www.statistik.koblenz.de verfügbar ist. (red.)












