Neue Firma VLL übernimmt Buslinien im Leiningerland
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- Veröffentlicht am Dienstag, 10. Januar 2012 06:44
Neuer Betreiber für 14 Linien – Gelenkbusse zu Schulen
Seit 5.Dezember 2011 haben die Verkehrsbetriebe Leininger Land-Eistal-Bus GmbH (VLL) die Bus-Linien im Grünstadter Raum übernommen. Aufgrund europäischer Vorgaben musste der Landkreis Bad Dürkheim (wie alle) die Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr europaweit ausschreiben. Dies betraf zunächst das so genannte Linienbündel Grünstadt. „Vierzehn Linien sind im Leiningerland betroffen“, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete Erhard Freunscht, „die alle ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Grünstadt haben.
Zuletzt habe noch eine Regelung der Unternehmen im Verkehrsverbund gefehlt, wie künftig die Fahrgeldein-nahmen aufgeteilt werden sollten. „Der BRN wollte als bisheriger Betreiber den Busverkehr rund um Grünstadt zu den bestehenden Konditionen nicht mehr weiterbetreiben.“ Ohne diese Regelung war die Ausschreibung nicht möglich. In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), der für die Liniengenehmigungen zuständigen Behörde in Speyer, erfolgte deshalb eine so genannte Not-vergabe der Buslinien für die Dauer von zwei Jahren. Den Zuschlag erhielt nach einer Preisabfrage die VLL GmbH. Auch die drei Stadtbuslinien Grünstadt werden künftig von VLL betrieben. Der Stadtrat hat sie mit dem Stadtbusverkehr für zwei Jahre beauftragt, informiert Bürgermeister Klaus Wagner.
Die „Verkehrsbetriebe Leininger Land–Eistal-Bus GmbH“ (VLL) sind ein privates, familiengeführtes Busunterneh-men mit Sitz in Grünstadt, informierte Geschäftsführer Marc Weigl. Es gehört zur Unternehmensgruppe Behles wie auch die Firma Busverkehr Zipper GmbH in Grünstadt sowie die Firmen Wolff-Reisen und Reisedienst Krauss GmbH in Kirchheimbolanden. Zu Schulstandorten sollen verstärkt Gelenkbusse zum Einsatz kommen.
„Die VLL werden verstärkt Niederflurfahrzeuge einsetzen“, so Weigl weiter, „um auch behinderten Fahrgästen einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV zu ermöglichen“. Im Fahrplan sind diese Fahrten mit einem Rollstuhl-Symbol gekennzeichnet. Außerdem werde einem lang gehegten Wunsch aus der Bevölkerung Rechnung getragen: Auf schwach nachgefragten Streckenabschnitten, in Tagesrandlagen sowie an Wochenenden werden an Stel-le der 12 m langen Linienbusse Midi-Busse mit einem Niederflur-Einstieg eingesetzt.
Zuschuss des Kreises
Die Zuschusshöhe im Linienbündel Grünstadt (ohne Stadtverkehr Grünstadt) beträgt 2012 rund 393.000 € und steigt 2013 auf 483.000 €. Derzeit zahlt der Landkreis Bad Dürkheim 129.000 € für den Regionalverkehr sowie 13.209 € für den Stadtverkehr Grünstadt. Im Jahr 2012 erhöht sich der Landkreisanteil für den Regionalverkehr auf 254.361 € und 2013 auf 326.361 €. Die hohe finan-zielle Belastung des Landkreises DÜW resultiere daraus, dass 80 % der Regionalbusfahrten im Gebiet des Kreises erbracht würden, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete.












