18 | 05 | 2012

Ein „würdiges Ende für den Weihnachtsbaum“

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Knutfest bei Lambrecht im malerischen Langental - Am 8. Januar 2012

Ein „würdiges Ende für den Weihnachtsbaum“ organisiert am 8. Januar ab 13.30 Uhr zum zehnten Mal der FC Wacker Weidenthal bei Lambrecht mit einem „Knutfest“ auf seinem Sportgelände im malerischen Langental.– und mit einer ungewöhnlichen „Weltmeisterschaft“. Das „Knutfest“ ist eigentlich ein traditionelles schwedisches Fest, bei dem die abgeschmückten Weihnachtsbäume bei einem kräftigen Umtrunk verbrannt werden. Das Weidenthaler „Knutfest“ ist zu einer ungewöhnlichen Erfolgsgeschichte geworden, die Jahr für Jahr Besucher aus der ganzen Pfalz anzieht.
„Es sind schon einige tausend Menschen, die gemeinsam mit uns auf dem Sportplatz die Weihnachtsbäume verbrennen,“ berichtet Organisations-Chef Herbert Laubscher. Da brennen auf dem Platz mit Einbruch der Dunkelheit erst Schwedenfackeln und am Ende gibt ein prächtiges Höhenfeuerwerk.

Auch wilde, mitreißende Guggemusik der „Weihermer Schneckenschleimer“ gehört dazu. Die Blasmusiker marschieren in prächtigen bunten Kostümen auf den Festplatz und bieten rhythmische Musik. Die Melodien sind bekannte Gassenhauer - aber sie klingen ziemlich schräg. Jazzklassiker und Dauerbrenner der Rock- und Popmusik gehören ebenfalls zum Repertoire.

Höhepunkt des „Knutfestes“ ist jedoch die originelle „Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaum-Werfen“ - einem Dreikampf in den Disziplinen Weitwurf wie Speerwerfen, Drehwurf wie Hammerwerfen und Hochwurf über eine Stange. An dem heiteren Wettbewerb kann jeder „Knutfest“-Besucher teilnehmen und auch  Weltmeister werden. Titelverteidiger ist Frank Schwender aus Frankeneck. Er hält den „Weltrekord“ mit insgesamt 25,00 Metern in den drei Disziplinen.

Die Weidenthaler wollten die kuriose Weltmeisterschaft beim Auftakt vor sechs Jahren beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) offiziell als Wettbewerb anmelden – aber die Hüter der olympischen Idee zeigten ihnen die kalte Schulter: „Wir erhielten nie eine Antwort – aber was soll´s...,“ nimmt der FC Wacker das Schweigen aus Frankfurt gelassen.

Die Tradition des „Knutfestes“ geht auf den heiligen Knut zurück. Das war im 11. Jahrhundert eine kraftvolle dänische Herrschergestalt. Knut wurde nach dem Tod seines Bruders 1074 König. Sein Ende war nicht so rühmlich: 1086 wurde er erschlagen. Aber er gründete Kirchen, förderte den Kirchenbau und führte den Kirchenzehnten ein. Deshalb wurde er 1101 heilig gesprochen.

Zum „Knutfest“, das die Weidenthaler mit dem Anspruch auf seine „Erfindung“ auch „Das Original“ nennen, kann jeder Besucher seinen Weihnachtsbaum zum Verbrennen mitbringen. Dafür erhält er vom „Feuermeister“ einen Glühwein „fer umme“. (red.)


 

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