21 | 05 | 2012

Lutz Frisch feierte seinen 65. Geburtstag

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

Zuhören und dann handeln ist seine Lebensphilosophie

Von Karin Hurrle
Am 18. Januar feierte Neustadts Kulturdezernent Lutz Frisch seinen 65. Geburtstag. Ein wichtiger Tag sicher für einen Jubilar, um sein zurückliegendes Leben einmal Revue passieren zu lassen. Man stellt sich vielleicht gerade an diesem Tag in Anbetracht der bevorstehenden Pensionierung die Frage: „Habe ich in meinem Leben ob privat, beruflich oder auch politisch, alles richtig gemacht? Habe ich all meine Entscheidungen richtig getroffen? Bin ich mit meinem bisherigen Leben zufrieden? Und wie viel Zeit bleibt mir in meinem Ruhestand noch, um vielleicht all den Dingen noch nachgehen zu können, für die mir bisher die Zeit fehlte? Sicherlich eine spannende Frage, wenn der wohlverdiente Ruhestand immer näher rückt.

Dass es dem Jubilar bisher langweilig gewesen wäre,  könnte der angehende Pensionist nicht behaupten. Zu vielseitig waren seine bisherigen Aufgaben und Tätigkeiten.

Sein Studium hatte Frisch im Jahre 1963   an der Universität Heidelberg für das Lehrfach an Gymnasien begonnen. Obwohl seine Mitstudenten im Jahre 1968 meist links waren, scherte er aus und trat in die CDU ein. Dies sei damals vielen gegen den Strich gegangen, was ihn jedoch nicht davon abgehalten hatte, seinen eigenen Weg zu gehen. Den Studentenbewegungen wollte er sich nicht anschließen, was seine Entscheidung in die CDU einzutreten stärkte. Auch wollte er nie ein „Revolutionär“ sein. Lieber Bestehendes verbessern und verändern  war auch seinerzeit schon seine Devise.

Lutz Frisch engagierte sich nach seinem Eintritt in die CDU sehr erfolgreich in der Partei, gründete in Hambach die Junge Union, war im Kreisverband aktiv und wurde Mitte der 70er Jahre erstmals in den Neustadter Stadtrat gewählt. 1979 wurde er Fraktionschef der CDU.  Den besonderen Reiz sah der junge Kommunalpolitiker darin, sich mit immer neuen Themen zu beschäftigen. Wichtige Themen in dieser Phase waren der Wiederaufbau des abgebrannten Saalbaus, die Privatisierung des früher städtischen Krankenhauses und die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters.

Seine größte Herausforderung lag darin, sich etwa alle zehn Jahre wieder neuen Aufgaben zu widmen. 1988 wurde er ehrenamtlicher Beigeordneter und war für den Bereich Tourismus und Stadtbücherei zuständig. Nach nur einem Jahr seiner Amtszeit musste er allerdings den Neustadter Rathaussessel wieder räumen, da 1989 die CDU eine große Niederlage einstecken und sich auf die Oppositionsbank bewegen musste.

„Ein großer Schlag für mich persönlich“, wie Frisch erzählt, der damals Spitzenkandidat im Wahlkampf war. Sehr enttäuscht sei er über diese Niederlage gewesen und „zum ersten Mal habe ich damals überlegt, ob ich der Politik den Rücken kehre“, erinnert er sich nur ungern an diese Zeit. Letztendlich habe ihn jedoch der Ehrgeiz gepackt, die Situation im Neustadter Rathaus wieder zu verändern, weshalb er dann den Fraktionsvorsitz wieder übernahm und bis 1999 weiterführte. Seine Partei, die CDU, musste zunächst 5 Jahre in der Opposition ausharren, bis es in der dann folgenden Wahlperiode ab 1994 zu einer großen Koalition kam.

Im Jahr 1995  hat sich Lutz Frisch einer neuen beruflichen Aufgabe  gestellt, für die er seinen Job als Schulleiter am Leibniz-Gymnasium in Neustadt aufgeben musste. Er rückte für Helma Schmitt in den Mainzer Landtag nach und wurde 1996 und 2001 in seinem Wahlkreis zweimal direkt gewählt. Neben der Betreuung seines Wahlkreises, zu dem neben seiner Heimatstadt auch Haßloch und die Verbandsgemeinde Lambrecht gehören, widmete  er sich auf Landesebene vorwiegend dem Bereich Kultur. Im Jahre 1999 übernahm er in Neustadt ehrenamtlich das Kulturdezernat, dem er noch heute vorsteht. Obwohl er immer für seine Partei kämpfte, ist er auch seinem politischen Gegner stets ein fairer Partner gewesen, der ihm auch heute noch mit Hochachtung und Respekt begegnet.

„In diesem Jahr beginnt die letzte Phase meines Lebens, nämlich das Leben eines Ruheständlers“, blickt er mit gemischten Gefühlen, aber auch voller Freude und Zuversicht in die Zukunft. Da er selbst nicht mehr für ein politisches  Amt kandidiere, sieht er sich von dem Druck befreit und sei auch nicht mehr fremdbestimmt, freut er sich über die Zeit, die er mit neuem Leben erfüllen will.

Dass es ihm im Ruhestand langweilig wird, davor hat der Jubilar keine Angst. Zu vielen Dingen möchte er sich noch widmen. Zum Beispiel mehr Zeit für die Familie, die Kinder und Enkel zu haben, die während seines Berufslebens viele Entbehrungen hinnehmen mussten. Um sich selbst fit zu halten, will er künftig mehr Sport treiben und sich seinen Hobbys, dem Lesen und Reisen, vor allem aber historischen Themen widmen. Mehr Zeit will er aber auch haben für die Modellfliegerei, für die er schon als junger Mann seine Leidenschaft entdeckte. „Wenn mir dann noch Zeit bleibt, so werde ich meine Fremdsprachenkenntnisse auffrischen und die kulturellen Veranstaltungen aus einem ganz anderen Blickwinkel genießen“.

 

Wünschen kann man dem immer bescheiden und freundlich gebliebenen Jubilar, dass er noch lange gesund bleibt, um all seinen Hobbys nachgehen zu können.

miXXoffice.de

1. FC 08 Haßloch

chronikkarten.de

FENSTER DER PFALZ
PFALZFENSTER
REISEJOURNAL
REISEJOURNAL
mr Fingernagel-Studio

WERBE-LINKS:

Hier könnte Ihre
Werbung stehen!

Rufen Sie uns an und
sichern Sie sich
Frühbucherpreise!

06324-981504