21 | 05 | 2012

Neue Heimat für Dom- und Kirchenmusik

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Im Kloster St. Magdalena entsteht ein kirchenmusikalisches Zentrum

Auf dem Gelände des Klosters St. Magdalena in der Speyerer Altstadt entsteht in den nächsten Monaten das neue kirchenmusikalische Zentrum des Bistums Speyer. In den Gebäuden, die bis 2010 die frühere städtische „Klosterschule“ beherbergten, werden künftig sowohl die Dommusik mit der Domsingschule als auch das Bischöfliche Amt für Kirchenmusik mit dem Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut untergebracht. Den Baukomplex hatten die Dominikanerinnen von St. Magdalena im Sommer 2010 - nach dem Auszug der Grundschule - dem Bistum Speyer übereignet.

Mittlerweile ist in das Vorgebäude bereits die Peregrinus GmbH mit der Redaktion der Speyerer Bistumszeitung „der pilger“ eingezogen. In einem zweiten Schritt wird nun das Hauptgebäude der Klosterschule mit der früheren Turnhalle zur neuen Heimat für die Dom- und Kirchenmusik ausgebaut, die bisher an getrennten Standorten, im Friedrich-Spee-Haus und im Bistumshaus St. Josef in der Oberen Langgasse angesiedelt waren.

Für beide Institutionen entstehen im neuen kirchenmusikalischen Zentrum optimale Ausbildungs- und Probemöglichkeiten. Die räumliche Zusammenführung ermöglicht es zudem, enger zu kooperieren und Synergien zu nutzen. Diese Zusammenarbeit schließt auch die neue private Grundschule mit ein, die 2013 von den Dominikanerinnen in unmittelbarer Nachbarschaft als Ganztagsschule mit musikalischem Schwerpunkt eröffnet wird. Ein derartiges kirchenmusikalisches Kooperationsmodell ist in der katholischen Kirche in Deutschland bislang einmalig.

Der Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori ist die musikalische Gestaltung der gottesdienstlichen Feiern und Konzerte im Speyerer Dom anvertraut. Als Ensembles gehören ihr die verschiedenen Chorgruppen des Domchores und der Domsinschule, das Domorchester, die Dombläser und die Schola Cantorum Saliensis an. Sie alle erhalten künftig im neuen Zentrum ihre Räume für die Proben und die stimmliche Ausbildung. Das Amt für Kirchenmusik unter Leitung von Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub ist zuständig für die Begleitung und Weiterbildung der Kirchenchöre einschließlich der Kinder- und Jugendchöre im Bistum. Am dazugehörenden Kirchenmusikalischen Institut werden Organisten und Chorleitern für ihren kirchenmusikalischen Einsatz in den Pfarreien ausgebildet.

Zwei Bauabschnitte bis 2013
Im ersten Bauabschnitt in diesem Jahr entstehen im früheren Hauptgebäude der Klosterschule an der Hasenpfuhlstraße die Büro- und Übungsräume für die Dommusik und das Amt für Kirchenmusik. Auch die Notenarchive finden hier ihren Platz. Der Zwischenbau zwischen der Klosterschule und dem Peregrinus-Gebäude – der ehemalige Sanitärbereich - wird dabei zum Eingangsbereich umgebaut und aufgestockt. In ihn wird auch eine Aufzugsanlage integriert. Im kommenden Jahr wird in einem zweiten Bauabschnitt der Umbau der früheren Schulturnhalle im Innenhof des Klosters in Angriff genommen. Hier entsteht der Hauptübungssaal der Chorgruppen, der außerdem die Konzertorgel des Bischöflichen Kirchenmusikalischen Instituts aufnimmt. (red.)
 


 

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