Kloster St. Magdalena belebt Schultradition neu
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- Veröffentlicht am Montag, 23. Januar 2012 22:39
Katholische Grundschule mit musikalischem Schwerpunkt geplant
Die Dominikanerinnen des Klosters St. Magdalena in Speyer werden 2013 mit der Eröffnung einer privaten Grundschule auf dem Klostergelände ihre jahrhundertealte Schultradition neu beleben. Bereits in diesem März beginnen die Umbauarbeiten in dem früheren Internatsgebäude, das bis 2010 Teile der städtischen Klosterschule beherbergte. Seine letzten Schulen in eigener Trägerschaft, das Edith-Stein-Gymnasium und die Edith-Stein-Realschule, hat der Orden vor zwei Jahren an die Gemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbH abgegeben.
Die Ordensfrauen planen eine zweizügige Grundschule mit musikalischem Schwerpunkt, die als Ganztagsschule geführt wird. Als katholische Privatschule verfolgt sie ein Bildungs- und Erziehungskonzept auf christlicher Wertebasis. In der musikalischen Erziehung ist eine Kooperation mit der Domsingschule vorgesehen, die in direkter Nachbarschaft - im alten Hauptgebäude der Klosterschule – ihren neuen Standort erhält. Gestartet wird im Sommer 2013 mit einer Klasse, um die Schule in den Folgejahren zu einer kompletten zweizügigen Grundschule mit acht Klassen der Jahrgangsstufen eins bis vier auszubauen. Als Lehrpersonal will der Orden teilweise eigene Schwestern einsetzen. Zur Zeit haben vier Ordensfrauen des Klosters eine Lehrberechtigung, weitere vier junge Schwestern bereiten sich auf den Lehrerinnenberuf vor.
Die Bildungs- und Erziehungsarbeit war für die Dominikanerinnen von St. Magdalena schon immer ein Schwerpunkt ihres Wirkens. Bereits im 14. Jahrhundert vertrauten Speyerer Bürger den Schwestern in der Vorstadt Hasenpfuhl ihre Kinder zur Erziehung an. Die moderne Schulgeschichte des Ordens begann 1829, als die Schwestern im Auftrag König Ludwigs I. die erste katholische Mädchenschule mit 200 Schülerinnen eröffneten. 1841 entstand eine Lehrerinnenbildungsanstalt, zunächst zur Ausbildung klösterlicher Lehrerinnen. Neben anderen Bildungsangeboten kam im 20. Jahrhundert eine höhere Mädchenschule mit Internat hinzu, aus der die Edith-Stein-Realschule und das Edith-Stein-Gymnasium hervorgingen. Diese blieben bis 2010 in Trägerschaft des Ordens. Die Volksschule – genannt „Klosterschule“ – war bereits 1970 an die Stadt übergegangen, blieb aber (bis 2010) in den Gebäuden des Klosters angesiedelt. (red.)












