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METROPOL-REGION RHEIN-NECKAR
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Freitag, den 30. Juli 2010 um 16:43 Uhr |
Reduzierung des Flächenverbauchs bleibt wichtige Zukunftsaufgabe Im Rittersaal des Schlosses Mannheim wurden im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundesforschungsmini-steriums und des Umweltministeriums Baden-Württemberg aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, mit deren Hilfe der Flächenverbrauch weiter reduziert werden soll. Als Vertreter des an der Organisation beteiligten Verbandes Region Rhein-Neckar eröffnete der Vorsitzende des Planungsausschusses des VRRN, Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht, das Programm.
Er betonte aus seiner Sicht als Kämmerer die ökonomische Bedeutung eines strategischen Flächenmanagements mit Vorrang für die Innenentwicklung: „Das systematische Ausnutzen aller Flächenpotenziale ist langfristig nicht nur ökologisch und ökonomisch die sinnvollste Variante, sondern trägt auch zur Steigerung der Lebensqualität in unseren Städten bei.“
Im Anschluss stellte Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan die aktuellen Projekte und Programme des Ministeriums für Bildung und Forschung vor. Ministerin Tanja Gönner erläuterte die entsprechenden Aktivitäten des Umweltministeriums Baden-Württemberg, wie zum Beispiel das landesweite Programm „Flächen gewinnen“.
In den weiteren Vorträgen wurden den etwa 240 Experten aus Politik, öffentlicher Verwaltung, Planungsbüros und Wissenschaft Ansätze aufgezeigt, wie die bisher wenig beachteten langfristigen Kosten neuer Wohn- oder Gewerbegebiete beziffert werden können. Zudem skizzierten die Referenten kommunale und regionale Modellvorhaben, die Wege für eine wirksame Reduzierung des Flächenverbrauchs aufzeigen. Im Rahmen einer Diskussionsrunde erhielten die Teilnehmer weitere Tipps und Informationen zum Thema.
Auch die Metropolregion Rhein-Neckar stellt sich der Herausforderung des Flächensparens. So wurden unter Federführung des Verbandes in den vergangen drei Jahren alle baulich nicht oder zu gering genutzten Flächen in den bebauten Ortslagen erfasst, für die eine (Wieder-) Nutzung sinnvoll erscheint. Typische Flächenpotenziale sind beispielsweise leerstehende Fabrikgebäude, nicht mehr benötigtes Bahngelände oder ungenutzte landwirtschaftliche Anwesen.
Aufbauend auf der Flächenerhebung werden aktuell unter dem Projektnamen „Raum+ AKTIV“ in Modellkommunen Planungen für die (Wieder-) Nutzung der erfassten Innenentwicklungspotenziale vorangetrieben, so dass möglichst unmittelbar nach Projektabschluss Ende 2011 neue Nutzungen realisiert werden können. Im Umkehrschluss können somit für die Ökologie, die Landwirtschaft und für die Naherholung wertvolle Flächen geschont werden. Modellkommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar sind Böchingen nördlich von Landau, Buchen, Fürth, Haßloch und Neckarbischofsheim.
Die fortschreitende Inanspruchnahme von Flächen auf der „Grünen Wiese“ für Siedlungszwecke ist nach wie vor eine der drängendsten Probleme auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Entwicklung. Auch wenn in jüngster Zeit ein abnehmender Trend festzustellen ist, wurden beispielsweise in Baden-Württemberg 2009 Tag für Tag etwa sieben Hektar bisher meist landwirtschaftlich genutzte Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke überbaut. Dies entspricht der Fläche von etwa zehn Fußballfeldern.
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