22 | 09 | 2019

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Empathie und Narzissmus - Hans-Joachim Maaz im Interview

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Empathiemangel ist die Quelle aller Fehlentwicklungen

von Karin Hurrle

Der Ausdruck Narzissmus steht in einer Vielzahl sehr unterschiedlicher psychologischer, sozialwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und philosophischer Konzepte sowie alltagspsychologisch und umgangssprachlich im weitesten Sinne für die Selbstverliebtheit eines Menschen oder für das Verhalten eines Menschen, der sich selbst für wichtiger und wertvoller einschätzt, als der urteilende Beobachter ihn einschätzt. Das Verständnis für Andere bleibt immer begrenzt. Nur wer sich selbst gut versteht, versteht auch andere. Das Selbstverständnis – als Basis für Empathie – wird durch gute frühkindliche Bindung und Beziehungsspiegelung erworben. Gestörte Empathie verursacht narzisstische Störungen. Narzisstische Entwicklungsstörungen löschen Empathie. Durch die narzisstischen Defizite fehlt Empathie für individuelle Konflikte, für soziale Ungerechtigkeiten und für globale Folgen unserer Lebensweise. Empathiemangel ist die Quelle aller Fehlentwicklungen. Dr. Hans-Joachim Maaz ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. Als Autor publiziert er seit 1990 Kolumnen, Essays und Bücher, u. a. Die narzisstische Gesellschaft – Ein Psychogramm (2012).

Sein Vortrag als Vorlauf zur Konferenz Empathie am 24. Oktober 2012. Die Fragen stellte: Adrian Gillmann, Kamera & Schnitt: Filip Fehrmann.

Auch Andrea Hinkel beschäftigt sich mit Narzissmus. Sie geht ebenfalls diesem Problem auf den Grund, beurteilt ein solches Verhalten aus Sicht einer Frau. Es gibt viele Beispiele, wie man diese Eigenschaft im ganz normalen Alltag beschreiben könnte.

Doch das Problem ist viel größer als man glaubt. "Bei der narzistischen Persönlichkeitsstörung sind zwei grundlegende Gefühle gestört: das Selbstwertgefühl und das Selbstgefühl" sagt Dr. med. Bernhard Knupp. Das Selbstgefühl hänge davon ab, wie gut oder wie schlecht jemand das eigene Selbst, also sich selbst wahrnimmt. Sei das Selbstgefühl nur schwach ausgebildet, habe man keinen wirklichen Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Es finde keine Anregung statt, man habe den Eindruck, in einer öden Leere zu vegetieren, sagt der Facharzt.

Doch die Karrierebibel beschreibt die Narzissten richtig: "Narzissten sind Meister des ersten Eindrucks (der auch mal länger dauern kann). Sie verstehen es, eine besonders geistreiche Aura zu erzeugen und uns genau das zu geben, was wir bewundern (wollen): Attraktivität, Coolness, Charme, Humor, Wortgewandtheit und leichte Star-Allüren – die freilich zugleich suggerieren, ein Star zu sein. Als Resultat beklatschen oder befördern wir sie gar. Bis in die Chefetage. Doch Geltungsdrang ist wie eine Droge, die ständig eine höhere Dosierung benötigt, um noch zu wirken. Entsprechend schlecht sind Narzissten darin, langfristige oder gar verlässliche Beziehungen aufzubauen. Sie benötigen ständig neue Fan-Kreise".

1. FC 08 Haßloch

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