"Goldene Victoria" für den Einsatz der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen - Grußbotschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel

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SchwachSuper 
Kategorie: ÜBERREGIONAL
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. Dezember 2019 20:02
Doch wie sieht es mit der freien Meinungsäußerung und der Pressefreiheit in Deutschland aus??? - Bundeskanzlerin Angela Merkel lobt Einsatz für freie Meinungsäußerung!!!!
 
von Karin Hurrle
 
Eine gute und eine schlechte Botschaft richtet REPORTER OHNE GRENZEN (ROK) zum Jahresabschluss 2019 nochmals an all seine Mitglieder und Unterstützer. Darin heißt es, dass den Verein im Jahre 2019 eine immer stärkere Einschränkung der Pressefreiheit auch in Ländern der EU und in den USA beschäftigt habe. Auch wurde an die Tatsache erinnert, dass zum Jahresende 389 Medienschaffende weltweit in Haft sitzen und dass autokratische Regime versuchten, mit restriktiven Gesetzen auch noch das letzte bisschen Informationsfreiheit im Internet zunichte zu machen. Mit Hilfe von Mitgliedern, Spenderinnen und Spendern, Förderinnen und Fördern, Unterstützerinnnen und Unterstützern sowie Gleichgesinnten konnte ROK im zurückliegenden Jahr einiges erreichen. In der Jahresbilanz über die Pressefreiheit lässt REPORTER OHNE GRENZEN nochmals die Ereignisse Revue passieren. Ein ganz besonderes Highlight sei für ROK dabei die Grußbotschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel für Reporter ohne Grenzen anlässlich des Erhalts der Goldenen Victoria für Pressefreiheit durch den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger gewesen, heißt es weiter. Dies zeige, "Pressefreiheit ist beileibe kein Nischenthema. Die Spitzen der Politik sehen ihren Wert und nehmen die Arbeit von Reporter ohne Grenzen ernst". Auch www.wort-und-freiheit starten bereits einen Aufruf für die "Woche der Meinungsfreiheit", die vom 3. bis 10. Mai 2020 stattfindet.
 
Dennoch ist in Bezug auf die derzeitigen Entwicklungen der Pressefreiheit nichts Gutes zu vermelden. In der Bilanz von ROK steht: "Zum Jahresende 2019 sitzen weltweit 389 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Gefängnis, zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Fast die Hälfte von ihnen ist auf nur drei Länder konzentriert: auf China, Ägypten und Saudi-Arabien. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit 2019 von Reporter ohne Grenzen hervor. Seit Jahresbeginn wurden weltweit mindestens 49 Medienschaffende getötet. Nur eine Minderheit von ihnen starb in Kriegsgebieten; die meisten wurden in Ländern getötet, in denen formal Frieden herrscht. Die gefährlichsten Länder für Medienschaffende waren 2019 Syrien, Mexiko, Afghanistan, Pakistan und Somalia. Mindestens 57 Medienschaffende sind derzeit entführt".
 
Doch wie sieht es mit der freien Meinungsäußerung und der Pressefreiheit in Deutschland aus? In Deutschland werden Menschen, die ihre Meinung frei äußern, in die Psychiatrie gesteckt, was auch den "Fall Mollath" bundesweit bekannt gemacht hatte. Der Journalist Theodor Schaarschmidt von DIE ZEIT ONLINE berichtete am 2. Januar 2018 in seinem Artikel "Ich bin nicht verrückt, ich bin Revoluzzer, psychisch krank gibt es nicht - eingesperrt wird, wer sich dem Gesellschaftszwang widersetzt. So begann der Protest gegen die Zustände in Psychiatrien", wo die Einschränkung auf freie Meinungsfreiheit in Deutschland ihren Anfang fand.
 
Damit sich REPORTER OHNE GRENZEN weiterhin für willkürlich inhaftierte Journalisten und Journalisten einsetzen, besseren Schutz für bedrohte Medienschaffende einfordern und ihre Stimme gegen Straflosikeit für die Schuldigen an ihrer Unterdrückung erheben können, ist ROK auch künftig auf  ihre Unterstützer angewiesen. Deshalb muss die Arbeit von ROK auch weiterhin unterstützt werden. Dies kann durch eine Spende oder durch eine Mitgliedschaft erfolgen.
 
 
 
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