25 | 02 | 2020

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Bei Demonstration gegen den Syrien-Krieg in Mainz: Aktivisten der als salafistisch eingestuften Gruppe „Ansaar International“ verteilen Flyer und sammeln Geld

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Vorsitzende des Mainzer Migrationsbeirats, Nemazi-Lofink verurteilt Kooperation des Veranstalters mit der Gruppe
 
Mainz. Im Rahmen einer Kundgebung gegen Russland und das Assad-Regime unter dem Titel „Idlib under Fire“ sind in Mainz Aktivisten einer als salafistisch geltenden Gruppe aufgetreten. Videoaufnahmen, die der Südwestrundfunk (SWR) am vergangenen Samstag gedreht hat, zeigen die Aktivisten bei der Verteilung von Flyern und beim Sammeln von Spenden. Ein Aktivist wirbt zudem in einer Ansprache für die Gruppe.  Bei der Gruppe handelt es sich um den Verein „Ansaar International“, der seinen Sitz in Düsseldorf hat und nach eigenen Angaben Hilfsprojekte im In- und Ausland betreibt. Einen lokalen Ableger des Vereins gibt es auch in Mainz/Wiesbaden. „Ansaar International“ wird aktuell in den Verfassungsschutzberichten von Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz als salafistisch eingestuft. So heißt es im entsprechenden Bericht aus Nordrhein-Westfalen, trotz Vermeidung öffentlicher Veranstaltungen mit bekannten extremistischen Salafisten gebe es „keine Abkehr des Vereins von extremistisch-salafistischen Bestrebungen“.
 
Im vergangenen April hatte es zudem im Rahmen eines Verbotsverfahrens gegen den Verein bundesweit Hausdurchsuchungen gegen Aktivisten gegeben. Laut Bundesinnenministerium steht „Ansaar International“ - neben einer weiteren Gruppe - an der Spitze eines islamistischen Netzwerks. Es bestünden Anhaltspunkte dafür, dass dieses die von der EU als Terrororganisation eingestufte Hamas finanziell und propagandistisch unterstützt habe. Auf SWR-Anfrage sagte das Bundesinnenministerium, die Ermittlungen dazu dauerten noch an. 
 
Schriftliche Nachfragen des SWR zu den Vorwürfen ließ „Ansaar International“ unbeantwortet. Der Verein verwies stattdessen auf einen aktuellen Podcast der Zeitung „Nordkurier“, der die Frage „sehr gut“ beantworte. In diesem Podcast wird unter anderem berichtet, dass der Leiter der Organisation, Abdurahman Kayser, die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit schätze und es genieße, in einem Land zu leben, in dem er seine Religion frei ausleben könne. 
 
Der Veranstalter der Demo in Mainz, verteidigte im Interview mit dem SWR die Teilnahme der „Ansaar International“-Aktivisten: „Es gibt keine Gerichtsurteile, die ‚Ansaar International‘ ihre Tätigkeiten verbieten. Es sind alles nur Vorwürfe, bodenlose Vorwürfe bis heute. Es ist nichts bewiesen. Und das sind Menschen, die helfen und helfen wollen.". Man nutze die Kontakte zu „Ansaar International“, um die Menschen in der Bürgerkriegsregion Idlib zu unterstützen. Die Organisation habe in Syrien mit die größten Hilfsprojekte.  
 
Die Vorsitzende des Mainzer Migrationsbeirats, Peimaneh Nemazi-Lofink, verurteilt die Kooperation mit der Organisation. Dem SWR teilte sie schriftlich mit: „‘Ansaar International‘ und vergleichbare Organisationen haben keinen Platz in unserer weltoffenen Stadt Mainz“.  (red.) 
 
 

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