10 | 07 | 2020

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Windpionier GAIA fordert ein ambitioniertes Krisenmanagement für den Klimaschutz

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GAIA-Geschäftsführer: "Wir brauchen kein Geld, sondern den Gestaltungswillen der Politik"
 
Lambsheim, Der Generalunternehmer und Projektentwickler GAIA mbH setzt derzeit Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,1 Gigawatt um. Das entspricht der Leistung eines Atomreaktorblocks wie Biblis A oder B. Auch für die Photovoltaik-Dachanlagen des Unternehmens stieg die Nachfrage im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich an. Torsten Szielasko ist optimistisch, seine Planungen für 2020 trotz der Coronakrise zu erreichen. Für das Erreichen der Klimaschutzziele bis 2030 sieht der GAIA-Geschäftsführer ohne ein ambitionierteres Krisenmanagement der Bundesregierung dagegen schwarz. 
 
Krisenkabinett mit Klimaforschern
 
„Um 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen, müsste die bisher installierte Leistung fast verdoppelt werden. Dafür müsste die Bundesregierung aber noch einige Hemmnisse abbauen. Wir brauchen kein Geld, sondern den Gestaltungswillen der Politik“, fordert Szielasko. Die Regierung habe bei der Coronakrise gezeigt, dass sie schnell reagieren könne und sich über wirtschaftliche Interessen hinwegsetze, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Erneuerbaren als systemrelevant zu erklären und ein Krisenkabinett mit Klimaforschern ins Leben zu rufen“.  
 
Vorschläge für eine erfolgreiche Klimapolitik
 
Nach Ansicht des GAIA-Geschäftsführers sollte die Bundesregierung konventionelle Erzeuger schneller vom Netz nehmen, damit sich der Börsenstrompreis stabilisiert. Außerdem fordert Szielasko, das Repowering zu vereinfachen, denn dann könnte man viele kleine Windkraftanlagen durch größere, deutlich leistungsstärkere und leisere Turbinen ersetzen. „Kommunen profitieren von den stabilen Gewerbesteuern und den Pachteinnahmen. Das ist eine Win-Win-Situation für den Klimaschutz und die Volkswirtschaft“, erklärt Szielasko.
 
Ferner sollte die Bundesregierung nach Angaben des GAIA-Geschäftsführers die Netzbetreiber dazu verpflichten, den Strom funktionsfähiger Solarstromanlagen auch nach Auslaufen der EEG-Förderung abzunehmen. „Nur dann wird es uns gelingen, unsere Klimaziele zu erreichen und 65 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen“, sagt Szielasko.
 
Über GAIA mbH 
Die Gesellschaft für Alternative Ingenieurtechnische Anwendungen, kurz GAIA mbH, zählt zu den Pionieren der Erneuerbaren Energien in Südwestdeutschland. Mit dem Ziel, einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende zu leisten, gründeten Michael Wahl und Torsten Szielasko 1999 das Unternehmen zunächst als Planungsbüro für den Bau von Windenergieanlagen. Heute plant, projektiert und realisiert GAIA, als Generalunternehmen und als Dienstleister für Kooperationspartner, Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen. Zu den Kooperationspartnern zählen EnBW Erneuerbare Energien GmbH, eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Vattenfall Europe Windkraft GmbH, eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers Vattenfall, sowie die wpd onshore GmbH & Co. KG aus Bremen, einer der größten deutschen Projektierer von Windenergieanlagen. 
 
Weitere Geschäftsfelder des Unternehmens sind die technische und kaufmännische Betriebsführung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen, die Planung und Errichtung von Dach- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen sowie von Ladestationen für die E-Mobilität. Derzeit beschäftigt das mittelständische Unternehmen 49 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (red.)
 
Foto: GAIA
Bildunterschriften:
Die neue Windenergieanlage von GAIA auf der Lambsheimer Gemarkung, eine Nordex N-117, seit Anfang 2020 in Betrieb.
 
 
 

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