Landtagsabgeordnete Brigitte Hayn (CDU) schreibt an Kassenärztliche Vereinigung

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Kategorie: LAMBRECHTER TAL
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Februar 2013 18:02

Forderung der Aufrechterhaltung der notärztlichen Versorgung in der Verbandsgemeinde Lambrecht

Seit Jahren beobachte sie als zuständige Landtagsabgeordnete die ärztliche Versorgung im Wahlkreis Haßloch – Neustadt an der Weinstraße – Verbandsgemeinde Lambrecht, schreibt Brigitte Hayn an die zuständige Ärztin, Frau Dr. Ultes-Kaiser von  der Kassenärztlichen Vereinigung in Mainz. Besonders zu denken gebe ihr immer wieder die Entwicklung im Lambrechter Tal. So habe sie auch erfahren, dass bei verschiedenen Terminen zu Jahresbeginn mit einer bevorstehenden Verschlechterung der medizinischen Versorgung „im Tal" zu rechnen sei, wenn der ärztliche Bereitschaftsdienst in Rheinland-Pfalz neu strukturiert werde.

So habe ihr auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Manfred Kirr, mitgeteilt, dass die Notarzttätigkeit und der Kassenärztliche Notfalldienst, die bisher am Wochenende, feiertags und mittwochnachmittags kombiniert erbracht worden sei, demnächst ganz oder teilweise gekappt würde. Weiter sei geplant, die DRK-Rettungswache in Lambrecht zu schließen und stattdessen die Notärztliche Versorgung von Neustadt aus zu erbringen.

Auf Grund ihrer Erfahrungen, schreibt Hayn weiter, würde es bei Fahrten in und durch die Verbandsgemeinde Lambrecht im Ernstfall zu überlangen Wartezeiten für Akut-Patienten und ihre Angehörigen kommen. Nicht zuletzt werde es die zeitlichen Vorgaben für medizinische Rettungseinsätze konterkarieren. Von maximal 15 Minuten zwischen Anruf und Hilfeleistung könne dann in den Gemeinden Frankeneck, Esthal, Elmstein mit seinen zahlreichen weitverstreuten Annexen bzw. Neidenfels und Weidenthal keine Versorgung mehr stattfinden. Von dieser alarmierenden Entwicklung würden dann mehr als 7000 Menschen betroffen sein, das ist deutlich mehr als die Hälfte der 12 400 Einwohner der VG Lambrecht!

Daher wolle sich Hayn für die Beibehaltung der jetzigen Notfalldienstregelungen in der Verbandsgemeinde einsetzen. "Ich bitte Sie, die Pläne der KV in ihren Gremien neu zu diskutieren und dabei einen deutlichen Fokus auf die geografischen und topografischen Gegebenheiten vor Ort zu legen", schreibt sie. Mit Sicherheit könnten durch rechtzeitige notärztliche Maßnahmen erhebliche Kosten für Kranken- und Pflegekassen eingespart werden, die man ehrlicherweise den Einsparungen durch den Wegfall der bisherigen Notdienste gegenüberstellen sollte. (red.)
 

 

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