19 | 11 | 2019

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Dudenhofen-Römerberg hat gewählt und die Macht der CDU ausgebremst

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SchwachSuper 
"Machtbesessenen" einen Riegel vorgeschoben
 
von Karin Hurrle
 
Die Kommunalwahl am 26. Mai hat auch in Dudenhofen gezeigt, dass der Anspruch der CDU im Rathaus regieren zu können, kein Selbstläufer ist. Vor allem sieht man an dem Wahlergebnis, dass man Bürger nicht für „dumm“ verkaufen kann und „Postenschacherei“ vor den Wahlen nicht immer von Erfolg gekrönt sein muss. Und so ist es gekommen wie es kommen musste, ein SPD-Ortsbürgermeisterkandidat hat das Rennen in Dudenhofen gemacht. Nun muss die CDU in Dudenhofen „kleine Brötchen“ backen, denn Grüne, SPD und FDP haben auch in der Verbandsgemeinde das Ruder übernommen. So schnell kann es gehen, wenn man die kleinen politischen Gruppierungen unterschätzt. Sie werden sich auch in Zukunft nicht mehr von der CDU hinters Licht führen lassen. Dass nun Grüne, SPD und FDP in der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen eine Koalition eingegangen sind zeigt, dass es die kleinen Parteien in zwischen leid sind, sich weiterhin der Ignoranz der CDU unterordnen zu müssen. Schon jahrelang bügeln die Christdemokraten jeden Antrag und Einwand der anderen im Gemeinderat ab, nutzen ihre Mehrheitsverhältnisse, um „Macht“ auszuüben und die Politik in Römerberg-Dudenhofen zu bestimmen. „Machtbesessen“ nennen es die Einen, „Abgehoben von der Realität“, sagten die Anderen. Nun haben die Wähler den „Machtbesessenen“ einen Riegel vorgeschoben, sie haben die „Nase voll“ von der Überheblichkeit der CDU, wollen eine andere Politik, sie wollen, dass auch anderen politischen Parteien im Verbandsgemeinderat Gehör geschenkt wird. Ein Grund mehr, dass sich als Koalitionspartner die Grünen mit der SPD und der FDP zusammengeschlossen haben.
 
Nicht anders sieht es in Dudenhofen aus, wo die CDU-Bürgermeisterkandidatin Laura Fauß das Amt an ihren SPD-Rivalen Jürgen Hook abgeben musste. Nun hat sie auch ihr Amt als CDU-Fraktionsvorsitzende an Jürgen Ofer übergegeben, angeblich aus beruflichen Gründen. Ob mit Ofer und seinen Stellvertretern Marcus Mönig und Aaron Bettag in Dudenhofen ein Neuanfang bei der CDU möglich ist, kann derzeit bezweifelt werden. Von Insidern war zu erfahren, dass diese drei Fraktionsmitglieder schon jahrelang kommunalpolitisch tätig seien, jedoch nicht durch besondere Aktivitäten und Ideen in Erscheinung getreten seien. 
 
Nicht nur in Dudenhofen, sondern auch in Römerberg hat die CDU starke politische Einbußen hinnehmen müssen. Die Mehrheitsverhältnisse im Römerberger Rathaus haben sich also seit dem 26. Mai 2019 stark verändert. Die CDU hat gegenüber der Kommunalwahl 2014 (51,1 Prozent) 13,4 Prozent eingebüßt und damit fünf Sitze im Rat verloren (jetzt nur noch 14 anstatt 19 Ratsmitglieder). Die Grünen haben 9,9 Prozent hinzugewonnen und erreichten damit 25 Prozent und verfügen nun über neun Ratsmandate. Die SPD hat bei einem Wahlergebnis von 21,5 Prozent (23,7 Prozent in 2014) ihre acht Ratsmandate behalten. Mit 8,9 Prozent (5 Prozent 2014) verfügt die FDP über drei Sitze im Gemeinderat. Die FWG stellt bei 6,8 Prozent (5,1 Prozent 2014) zwei Ratsmandate. 
 
Laut Koalitionsvereinbarung wollen Grüne, SPD und FDP, sich stärker für den Erhalt der Natur einsetzen, landwirtschaftliche Flächen sollen möglichst erhalten bleiben. Asylbewerber sollen dabei unterstützt werden, sich besser zu integrieren. Beim kommunalen Ordnungs- und Vollzugsdienst soll mehr Personal eingestellt werden, der an Wochenenden, in den Sommermonaten und an Festivitäten flexibler eingesetzt werden soll. Die Digitalisierung in der Verwaltung soll vorangetrieben werden, damit effizienter und bürgerfreundlicher gearbeitet werden kann und Bürgerbeteiligung transparenter wird. Ein gemeindeübergreifender Betriebshof könnte Synergieeffekte schaffen, um Investitionskosten einzusparen, ist ein weiteres gemeinsames Ziel. Bauhofmitarbeiter sollen in der Verantwortung des Ortsbürgermeisters bleiben. Im Koalitionsvertrag ist außerdem festgeschrieben, dass bei der Umsetzung von Verkehrskonzepten, verkehrsberuhigenden Maßnahmen, wie 30-km-Zone eine Rolle spielen sollen.
 
Doch da bleibt noch die Bahnunterführung, die von der Römerberger CDU und von seinem CDU-Bürgermeisterkandidat Mathias Müller allen Bürgerinnen und Bürgern versprochen wurde. Gespannt kann man sein, wie die CDU dieses versprochene Wahlprogramm umsetzen will.  
 
 

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