16 | 12 | 2019

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Bundesgesundheitsministerium schaltet sich in Kontrastmittel-Skandal ein

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Bundespolitiker fordern lückenlose Aufklärung
 
Die hohen Gewinne mit Kontrastmitteln zulasten der Krankenkassen sorgen für Unruhe im Bundesgesundheitsministerium und bei den Krankenkassen. Ein Sprecher bestätigt, dass das Ministerium unmittelbar nach der Veröffentlichung den AOK Bundesverband um Aufklärung über die „hohen Zusatzgewinne“ für niedergelassene Radiologen in fünf Bundesländern gebeten habe. NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ hatten auf Basis von internen Unterlagen aus Radiologiepraxen und von Pharmaherstellern berichtet, dass Ärzte Kontrastmittel für Aufnahmen in CT oder MRT günstig einkaufen und ein Vielfaches des Preises in Form von Pauschalen von den Krankenkassen erstattet bekommen. Mit jedem MRT- oder CT-Gerät können Radiologen auf diese Weise knapp 100.000 Euro Gewinn im Jahr machen. Nach Schätzung kostet dies die Versicherten jährlich knapp 200 Millionen Euro. Der finanzielle Anreiz führt offenbar auch dazu, dass Ärzte in Bundesländern mit den lukrativen Pauschalen bei ihren Patienten häufiger Untersuchungen mit Kontrastmitteln durchführen als in anderen Bundesländern – und somit häufiger, als es medizinisch nötig wäre. Die Mittel bergen aber, wie jedes Medikament, Gesundheitsrisiken. 

Venezolanisches Militär wird offenbar seit Jahren von Cyberspionen attackiert und ausspioniert

Bewertung:  / 7
Ermittler des Antivirus-Software-Unternehmen ESET haben eine Gruppe identifiziert, die seit neun Jahren vertrauliche Dokumente stiehlt - Vor allem militärische Koordinaten und Navigationsrouten sind betroffen
 
Mainz/Bratislava. ESET-Forscher haben eine noch laufende Cyberspionage-Kampagne gegen hochkarätige Ziele in Lateinamerika entdeckt, dies teilte das Unternehmen dem SWR vorab mit. Mehr als die Hälfte der angegriffenen Computer gehört danach den venezolanischen Streitkräften. Auch staatliche Institutionen wie Polizeidienststellen, Bildungseinrichtungen sowie das Außenministerium des Landes stünden im Fokus der Kriminellen. Rund 75 Prozent der Angriffe haben danach in Venezuela stattgefunden, weitere 16 Prozent in Ecuador, wo gezielt das Militär ins Visier genommen worden sei. Laut ESET-Forschern stecke hinter diesen Angriffen die sogenannte Machete-Gruppe. Diesen Namen sollen sich die Kriminellen selbst gegeben haben.
Dahinter wird eine kriminelle spanischsprechende Organisation vermutet. Aktivitäten der Gruppe werden seit 2010 beobachtet, die sich stets in ihrer Operationstaktik den jeweiligen Verhältnissen und Sicherheitssystemen angepasst hätten. So sagt ESET-Forscher Matias Porolli: "Die Angreifer filtern spezielle Dateitypen, die von Geographi-schen Informationssystemen (GIS) verwendet werden. Die Gruppe ist besonders an Dateien interessiert, die Navigationsrouten und militärische Koordinaten enthalten".

Industriespionage: Mehrere Dax-Konzerne von Hackerangriff betroffen

Bewertung:  / 14
 
Acht Deutsche Unternehmen und sechs DAX-Konzerne - Ziele der Hacker ist die Chemie- und Pharma-Branche
 
Eine Hackergruppe hat offenbar in großem Umfang deutsche Unternehmen ausgespäht. Recherchen von BR und NDR haben ergeben, dass mindestens acht deutsche Unternehmen betroffen sind, darunter sechs DAX-Konzerne. Zudem sind rund ein Dutzend weiterer Unternehmen aus dem Ausland angegriffen worden. Ziel der Hacker ist die Chemie- und Pharma-Branche, aber mutmaßlich auch Telekommunikationsunternehmen und eine Fluglinie. Auch auf eine Hotel-Kette haben die Hacker Angriffe vorbereitet. Eine technische Analyse von BR und NDR zeigt, dass die Gruppe mutmaßlich unter anderem gegen den Waschmittel-Hersteller Henkel, gegen den Technologiekonzern Siemens, die Chemie-Konzerne BASF und Covestro und den Schweizer Pharma-Riesen Roche aktiv gewesen ist. Zudem infizierte die Gruppe offenbar die Systeme der Fluglinie Lion Air aus Indonesien und versuchte die US-Hotelkette Marriott anzugreifen.

Schließung der Textilfirma Lauffenmühle GmbH in Lauchringen - Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bankrotts und Insolvenzverschleppung

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Fragwürdige Beraterleistungen aus Taiwan - Firma in Asien soll garnicht existieren
 
Mainz. Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen hat ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der Lauchringer Textilfirma Lauffenmühle GmbH (Landkreis Waldshut) eingeleitet. Das teilte die Behörde dem Südwestrundfunk (SWR) auf Anfrage schriftlich mit. Demnach geht es um den „Verdacht des Bankrotts und der Insolvenzverschleppung“. Die traditionsreiche Firma hatte im Januar Insolvenz angemeldet und schließt zum 31. Juli. Rund 250 Arbeitsplätze gehen verloren.  Bei den Ermittlungen gehe es auch um die Prüfung möglicherweise „ungerechtfertigter Zahlungen“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der Stellungnahme. Details nannte er dazu nicht. Dem SWR liegt eine Rechnung vom 21. August 2018 vor, wonach eine Firma in Taiwan, die "Empire Gate International Co., LTD”, der Lauffenmühle GmbH 5.498,28 US Dollar für Beraterleistungen (“Consulting Fee”) in Rechnung stellte.

NDR 90,3 und Hamburg Journal: Spitzenpolitiker im Sommerinterview

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Am 8. Juli stellt sich Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) den Fragen von NDR
 
NDR 90,3 und das Hamburg Journal treffen Hamburger Spitzenpolitiker zum Sommerinterview und sprechen mit ihnen über wichtige politische Themen. Mit dabei sind: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), die Vorsitzende der Fraktionen in der Bürgerschaft - André Trepoll (CDU), Anna von Treuenfels (FDP), Anjes Tjarks (Grüne), Cansu Özdemir (Die LINKE), Dirk Kienscherf (SPD) und Dirk Nockemann (AfD) - sowie Katharina Fegebank (Grüne) und Markus Weinberg (CDU), Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl 2020. 

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