Erinnerung: Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 und die Folgen

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Kategorie: WISSENSWERTES
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. November 2012 10:52

Nach mißlungenem Putsch: Stauffenberg, Haeften, Olbricht und Mertz von Quirnheim erschossen

Die Geschichte vom Hitler-Attentat ist in Wikipedia wie folgt beschrieben: Das Attentat vom 20. Juli 1944 sei als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus in die Geschichte eingegangen. Als Voraussetzung für den geplanten Machtwechsel, auch unter dem Gesichtspunkt des „Eides auf den Führer“, sei die Ermordung Hitlers angesehen worden. Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ unter dem Kartentisch platzierte Sprengladung habe den Diktator jedoch nicht getötet. Dieser Fehlschlag, Lücken in der Vorbereitung und das Zögern beim Auslösen der „Operation Walküre“, des Plans zum Staatsstreich, habe den Umsturzversuch scheitern lassen.

Die Beteiligten der Verschwörung hätten vor allem aus dem Adel, der Wehrmacht und der Verwaltung gestammt. Sie hätten vielfach Kontakte zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke gehabt, war weiter zu lesen. Unter den mehr als 200 später wegen der Erhebung Hingerichteten seien Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben, 19 Generale, 26 Oberste, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef des Reichskriminalpolizeiamts gewesen, des Weiteren mehrere Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten.

Und hier die Vorgeschichte laut WIKIPEDIA:

"Im Frühjahr 1938 kam es erstmals zu erheblichen Spannungen zwischen Hitler und den Spitzen der Wehrmacht. Anlass war die Entlassung des Reichskriegsministers General Werner von Blomberg und des Oberbefehlshabers des Heeres Werner von Fritsch im Verlauf der Blomberg-Fritsch-Krise. Diese nutzte Hitler zur Entmachtung der Wehrmachtsführung, die sich bisher einer gezielten Kriegsvorbereitung widersetzt hatte, indem er mehrere hohe Generäle in den Ruhestand verabschiedete oder an andere Stellen versetzen ließ. Im August trat außerdem der Chef des Generalstabs des Heeres, Generaloberst Ludwig Beck, angesichts der sich zuspitzenden Sudetenkrise zurück. Beck, der mit der Ausarbeitung der Pläne für die Besetzung der Tschechoslowakei („Fall Grün“) beauftragt war, hatte von Hitler Aufklärung über dessen außenpolitischen Ziele verlangt. Daraufhin war ihm von Hitler beschieden worden, dass er (Beck) „das Schwert zu führen habe, wo und wann immer“ er, der „Führer“, es ihm befehle.

Im September 1938 mündete dieser erste Widerstand in den Kreisen der ranghöchsten Offiziere der Wehrmacht in die sogenannte Septemberverschwörung. Diese wurde von Becks Nachfolger Franz Halder betrieben, der anders als Beck bereit war, wenn nötig einen Staatsstreich zur Absetzung Hitlers herbeizuführen. Erwin von Witzleben, Befehlshaber im Wehrkreis III (Berlin), und Walter Graf von Brockdorff-Ahlefeldt, Kommandant der 23. Infanterie-Division in Potsdam, sollten diesen im Falle des Kriegsausbruchs durchführen. Eine Panzerdivision unter Generalleutnant Erich Hoepner stand für den Fall bereit, dass die SS-Leibstandarte eingreifen würde. Geplant waren von Halder eine militärische Aktion und die Gefangennahme Hitlers. Des Weiteren entschloss sich Major Hans Oster von der Abwehr, mit Staatssekretär Ernst von Weizsäcker im Auswärtigen Amt zu kooperieren. Der Bruder seines Vertrauten Erich Kordt, Theodor Kordt, war Botschaftsrat in London. Er hatte die Aufgabe, mit dem britischen Außenminister Lord Halifax Verbindung aufzunehmen. Überraschend reiste aber der britische Premierminister Neville Chamberlain im September 1938 nach München, wo im Münchener Abkommen die Abtretung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich vereinbart wurde. So erhielt Hitler auf friedlichem Wege, was er ursprünglich gewaltsam hatte einnehmen wollen. „Die Bevölkerung, die angesichts der drohenden Gefahr zunächst zögerlich geworden war, konnte ihrer Begeisterung für den Führer nun wieder freien Lauf lassen.“ Damit war das Staatsstreichunternehmen schon gescheitert, bevor es begonnen hatte.

Vor dem Polenfeldzug im Sommer 1939 kam es zu einem neuen Versuch, Hitlers Pläne zu durchkreuzen. Gerhard Graf von Schwerin, Leiter der Gruppe England/Amerika in der Abteilung Fremde Heere des Generalstabs, wurde nach London geschickt. Er überbrachte die Botschaft: „Schickt ein Flottengeschwader nach Danzig: Treibt den Militärpakt mit der Sowjetunion voran. Das einzige, was Hitler von weiteren Abenteuern abhalten kann, ist ein drohender Zweifrontenkrieg.“ Er scheiterte genau wie der Politiker Carl Friedrich Goerdeler, der es kurz nach ihm versuchte.

Im Winter 1939/1940 kam es im Vorfeld des Frankreichfeldzuges erneut zu einer Verschwörung. Hitler wollte Frankreich bereits im November 1939 angreifen lassen. Die Spitze der Wehrmacht hielt dieses Vorhaben für absolut undurchführbar. Anfänglich erklärten sich der Oberbefehlshaber des Heeres Walther von Brauchitsch und sein Stabschef Halder bereit, Hitler zu verhaften, sobald er den Angriffsbefehl geben würde. Brauchitsch suchte Hitler auf und trug die Bedenken des Generalstabs vor, Hitler aber kanzelte ihn ab und drohte, den „Geist von Zossen“ – im Ortsteil Wünsdorf waren die verbunkerten Hauptquartiere von OKH und OKW – auszurotten. Daraufhin brach von Brauchitsch die Verbindung zum Widerstand ab und Halder vernichtete sämtliche inkriminierenden Dokumente. Die Befehlshaber der drei Heeresgruppen im Westen weigerten sich zudem, mit Ausnahme Wilhelm von Leebs, sich an einem Staatsstreich zu beteiligen. Der misslungene Bombenanschlag Georg Elsers am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller beendete dann vorerst die Staatsstreichpläne. In der gleichen Zeit gab Oberst Hans Oster von der Abwehr die ihm bekannten Angriffstermine über den mit ihm befreundeten niederländischen Militärattaché in Berlin, Bert Sas, an die Westmächte bekannt. Da der Angriff mehr als zwanzigmal wegen der ungünstigen Wetterverhältnisse verschoben wurde, verloren die Angaben von Sas bzw. die seines Informanten an Glaubwürdigkeit.

Nach den Siegen an der Westfront wich die anfängliche Skepsis in Wehrmachtskreisen der Begeisterung für Hitler. „Welche Veränderung in welcher Zeit“, schwärmte der spätere Hitler-Attentäter Stauffenberg von Hitlers Siegen über Polen und Frankreich 1939/1940. „Der Vater dieses Mannes war kein Kleinbürger. Der Vater dieses Mannes ist der Krieg.“ Erst mit den Niederlagen in der Sowjetunion kamen ihm Zweifel.

Erst als der Russlandfeldzug während der Schlacht um Moskau im Winter 1941 zunehmend die Grenzen der deutschen Wehrmacht aufzeigte, kam es erneut zu Widerstandsplänen. Im Juni 1942 brachte Adam von Trott zu Solz unter Lebensgefahr eine Denkschrift nach London. Der britische Außenminister Anthony Eden lehnte jedoch jede Antwort an die Leute ab, die er für Landesverräter hielt. Er bezeichnete eine Zusammenarbeit als unmöglich, „solange sie sich nicht decouvrieren und ein sichtbares Zeichen ihrer Absicht geben, bei der Entmachtung des NS-Regimes mitzuwirken.“

Ebenfalls Mitte 1942 begann eine Gruppe, für die heute die Namen Henning von Tresckow und Claus Schenk Graf von Stauffenberg stehen, Pläne zu verwirklichen, die den Tod Hitlers zum Ziel hatten. Mehrere Versuche dieser Gruppe, Hitler zu beseitigen, schlugen fehl. Am 13. März 1943 schmuggelten Henning von Tresckow und Fabian von Schlabrendorff bei einem Frontbesuch des Diktators in Smolensk eine als Cognacflasche getarnte Ein-Kilogramm-Bombe in das Flugzeug Hitlers, deren Zündmechanismus aber versagte. Der Sprengstoff dafür war von Admiral Canaris, dem Chef der Abwehr, und dem Oberst i. G. Erwin Lahousen besorgt und in das Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte in Smolensk gebracht worden. Acht Tage später wollte sich von Gersdorff anlässlich einer Ausstellungseröffnung von Beutewaffen im Berliner Zeughaus mit Hitler in die Luft sprengen. Aber Hitler verließ das Zeughaus, kurz bevor der bereits geschärfte und auf zehn Minuten eingestellte Zeitzünder die Bombenexplosion auslösen konnte. Gersdorff gelang es im letzten Augenblick, die Bombe zu entschärfen.

Bis zum Sommer 1943 gingen diese Initiativen von dem an der Ostfront eingesetzten Tresckow aus, ab September 1943 bereitete Stauffenberg Attentat und Putsch vor. Geplant war zunächst, das Attentat durch einen anderen, der wegen der höheren Erfolgschancen zur Selbstopferung bereit war, ausüben zu lassen, während es Stauffenbergs Hauptverantwortung sein sollte, nach gelungenem Attentat den Putsch vom „Bendlerblock“ aus zu dirigieren. Das Gebäude Bendlerstraße 11–13 (seit 1955: Stauffenbergstraße, Berlin-Tiergarten) war Sitz des Allgemeinen Heeresamtes und des Befehlshabers des Ersatzheeres im Oberkommando der Wehrmacht.

Stauffenberg gewann im Herbst 1943 zunächst den jungen Offizier Axel von dem Bussche dazu, im November 1943 das Attentat auszuführen. Von dem Bussche war zuvor im Oktober 1942 bei Dubno in der Ukraine zufällig Zeuge einer Massenerschießung von über 3000 Juden durch den SD geworden. Das hatte ihn in einen erbitterten Gegner des Regimes verwandelt. Auf Anregung Stauffenbergs erklärte er sich zu einem Selbstmordattentat bereit. Bei einer Vorführung neuer Winteruniformen im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ wollte er Hitler mit einer selbstgebastelten Bombe töten, deren Detonation durch eine Handgranate ausgelöst werden sollte. Aber am 16. November 1943 wurde der Eisenbahnwaggon mit den Uniformen bei einem britischen Luftangriff auf Berlin zerstört. Ein für Februar 1944 geplanter zweiter Anschlag konnte nicht ausgeführt werden, weil von dem Bussche Ende Januar 1944 an der Ostfront schwer verwundet worden war.

Stauffenberg hatte dann erstmals selbst ein Attentat für den 26. Dezember 1943 im Hauptquartier Wolfsschanze geplant. Es scheiterte, weil Hitler, als Stauffenberg schon im Vorzimmer wartete, die Besprechung absagte. Er hatte sich kurzfristig entschlossen, an diesem Tag nach Berchtesgaden zu fliegen.

Im Februar 1944 trat von Stauffenberg an Ewald-Heinrich von Kleist heran. Auf Anraten seines Vaters („Ja, das mußt Du tun!“) stellte sich von Kleist für ein Selbstmordattentat zur Verfügung, das nach dem Muster des geplanten Bussche-Attentates ablaufen sollte. Das Vorhaben scheiterte, weil der Termin für die Vorführung der Uniformen von Hitler mehrmals verschoben wurde.

Stauffenbergs Ordonnanzoffizier Oberleutnant von Haeften, der sich später bei der Exekution im Hof des Bendlerblocks schützend vor ihn stellen sollte, lehnte das Ansinnen Stauffenbergs, er solle Hitler töten, aus religiösen Gründen ab.

Rittmeister von Breitenbuch, Ordonnanzoffizier des Generalfeldmarschalls Ernst Busch, wollte Hitler bei einem für den 11. März 1944 angesetzten Lagevortrag auf dem Obersalzberg mit einer Pistole erschießen. Doch am fraglichen Tag wurde ihm überraschend der Zutritt zum Besprechungssaal verwehrt. Hitler habe befohlen, so wurde ihm von einem SS-Mann bedeutet, dass die Besprechung ausnahmsweise ohne Ordonnanzoffiziere abgehalten werde.

Am 7. Juli 1944 entschloss sich auf Anregung Stauffenbergs der Mitverschwörer Generalmajor Hellmuth Stieff, im Schloss Kleßheim bei Salzburg anlässlich einer Vorführung neuer Uniformen Hitler umzubringen. Stieff versagten jedoch die Nerven. Er fühlte sich außerstande, das Attentat auszuführen. Daraufhin fasste Stauffenberg wie im Dezember 1943 den folgenschweren Entschluss, persönlich das Attentat gegen Hitler, Himmler und Göring zu verüben und außerdem danach den Aufstand von Berlin aus zu dirigieren.

Stauffenberg war keineswegs von Anfang an Gegner des Regimes. Anfänglich begrüßte er beispielsweise die Aufkündigung des Versailler Vertrages durch Hitler. Er weigerte sich jedoch, der NSDAP beizutreten. Nach der Reichspogromnacht 1938 ging er allmählich auf Distanz zum NS-Regime. Im Sommer 1940 erlag er kurzfristig der nationalen Euphorie, die durch den erfolgreichen Frankreichfeldzug ausgelöst worden war. Das endgültige Umdenken setzte ein Jahr später mit dem Angriff gegen die Sowjetunion ein. Stauffenberg empörte sich über die planmäßigen und massenhaften Morde der SS und der SD-Einsatzgruppen hinter der Front.

Dies und die frühzeitig erlangte Überzeugung, dass der Krieg schon längst verloren sei, waren wie bei vielen Widerständlern aus der Wehrmacht bedeutsame Motive für den Tyrannenmord.

Stauffenbergs innerer Konflikt zwischen seinem Soldateneid auf Adolf Hitler persönlich einerseits und seiner Gewissensnot andererseits zeigt sich besonders in seinen folgenden Aussagen:

"Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muß sich bewußt sein, daß er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterläßt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem Gewissen. Ich könnte den Frauen und Kindern der Gefallenen nicht in die Augen sehen, wenn ich nicht alles täte, dieses sinnlose Menschenopfer zu verhindern".

Seit dem 1. Juli 1944 hatte Stauffenberg als neu ernannter „Chef des Stabes beim Befehlshaber des Ersatzheeres“ Generaloberst Friedrich Fromm regelmäßigen Zugang zu den Lagebesprechungen Hitlers.

Stauffenberg plante zunächst, mit einem Bombenattentat Hitler, Hermann Göring und Heinrich Himmler gleichzeitig zu töten und versuchte dies auf dem Obersalzberg am 11. Juli 1944 und ein weiteres Mal am 15. Juli im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“. Beide Versuche brach er auf telefonische Empfehlung der Offiziere in der Berliner Bendlerstraße vorzeitig ab, weil entweder Heinrich Himmler und/oder Hermann Göring nicht anwesend waren. Ein drittes Mal sollte der Anschlag unter keinen Umständen verschoben werden.

Der Tag des Attentats und seine Folgen

Am frühen Donnerstagmorgen des 20. Juli 1944 flog Stauffenberg zusammen mit seinem Adjutanten Oberleutnant Werner von Haeften von Rangsdorf bei Berlin mit einer von Eduard Wagner zur Verfügung gestellten He 111 in das Führerhauptquartier Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreußen. Haeften führte in einer Aktentasche zwei mit chemischen Zeitzündern („Bleistiftzünder“) versehene Pakete mit je einem Kilogramm plastischen Sprengstoff (C1) aus britischer Herstellung mit sich, die Oberst Wessel Freiherr von Freytag-Loringhoven beschafft hatte.

Stauffenberg erfuhr erst kurz nach seiner Ankunft im Führerhauptquartier, dass die Lagebesprechung um eine halbe Stunde vorverlegt worden war, weil Hitler für den Nachmittag den Besuch Benito Mussolinis erwartete. Das geplante Attentat drohte zu scheitern, da es zunächst keine Gelegenheit zu geben schien, die für etwa zehn Minuten Laufzeit ausgelegten Zeitzünder der beiden Sprengsätze zu aktivieren. Vor der Erstattung seines Berichtes an Hitler gab Stauffenberg vor, an dem heißen Sommertag sein Hemd wechseln zu müssen. Da er als Einhändiger dazu Hilfe brauchte, konnte er gemeinsam mit Haeften die Sprengladungen in einem Nebenraum vorbereiten. Nach der Zerstörung der Säurekapseln an den chemischen Zündern blieben bis zum Auslösen des Schlagbolzens zur Detonation nur noch etwa 10 Minuten. Weil Stauffenberg vom hereinkommenden Oberfeldwebel Werner Vogel gestört wurde, der ihn zur Eile antrieb, konnte er nur ein Päckchen mit einem Kilo Sprengstoff aktivieren. Danach unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler: statt auch das zweite Paket ungeschärft zu dem ersten in die Aktentasche zu legen, übergab er das zweite Päckchen von Haeften, der keinen Zutritt zum Besprechungsraum hatte. Nach dem Urteil von Experten hätte die Explosion auch das zweite Päckchen mit detonieren lassen, was unzweifelhaft zum Tode aller Anwesenden in der Lagebaracke geführt hätte.

Stauffenberg deponierte seine Aktentasche mit dem einzelnen Sprengstoffpaket neben dem Fuß des Kartentisches an der Hitler zugewandten Seite und verließ wenige Minuten später unter dem Vorwand eines wichtigen Anrufes aus Berlin den Raum. Um 12:42 Uhr detonierte die Bombe, wobei vier Personen getötet und weitere neun schwer verletzt wurden. Die anderen Anwesenden wurden nicht oder nur leicht verletzt. Hitler selbst erlitt leichte Verletzungen in Form von Prellungen, Schürfwunden sowie Blutergüssen. Wie der spätere General der Bundeswehr Heusinger berichtet, trug er Hitler gerade zur Lage weit im Norden der Sowjetunion vor; deshalb lagen beide Männer fast über der großen Karte auf der dicken Tischplatte, als es zur Detonation kam. Daher war Hitler vor der Wucht der Detonation einigermaßen geschützt. Hinzu kam, dass ein Konferenzteilnehmer die zunächst nahe bei Hitler auf dem Fußboden stehende Aktentasche etwas weiter weg hinter die massive Abstützung des Konferenztisches gerückt hatte, um selbst besser an den Tisch heranzukommen. Die massive eichene Tischplatte fing dann die Detonation größtenteils auf und schirmte Hitler von der direkten Wirkung ab. In der leichten Besprechungsbaracke war zudem durch die wegen der Sommerhitze weit geöffneten Fenster keine nennenswerte Verdämmung vorhanden. Die Druckwelle der Explosion verpuffte und ein großer Teil der Explosionsenergie konnte wirkungslos entweichen.

Fälschlicherweise wird oft behauptet, die Besprechung hätte eigentlich im unterirdischen Bunker stattfinden sollen. Seit Ende Februar 1944 wurden die Lagebesprechungen immer auf dem Berghof bei Berchtesgaden abgehalten, und seit dem 14. Juli wieder in der Wolfsschanze. Stauffenberg war aber schon am 15. Juli bei der Lagebesprechung in der Baracke gewesen und kannte die Örtlichkeit. Sicher ist anzunehmen, dass bei der Explosion von einem Kilo Sprengstoff im Bunker alle Anwesenden ums Leben gekommen wären. Stauffenberg hatte jedoch gar nicht mit der viel größeren Verdämmung im Bunker gerechnet, sondern sich viel mehr auf die vernichtende Wirkung eines zusätzlichen, zweiten Kilogramm Sprengstoffs verlassen. Hitler gewann nach dem gescheiterten Attentat neue Zuversicht. Er betrachtete es als ein Zeichen der „Vorsehung“, dass er den Angriff überlebt hatte.

Bereits wenige Minuten nach der Explosion gelangte die Nachricht, dass Hitler überlebt hatte, nach Berlin: Der Mitverschwörer General Erich Fellgiebel hatte zwar wie vereinbart versucht, die Wolfsschanze nach der Explosion der Bombe von allen Nachrichtenverbindungen abzuschneiden, indem er die zur Lagebaracke gehörende Telefonanlage abschalten ließ. Dies wurde aber bereits nach wenigen Minuten widerrufen. Außerdem betraf diese Unterbrechung nicht gesondert vorhandene Nachrichtenverbindungen der SS und eine Ersatzzentrale im Sperrkreis 2. Daher erhielt Propagandaminister Joseph Goebbels bereits gegen 13 Uhr in Berlin Kenntnis vom Attentat, wenngleich noch ohne nähere Angaben. Als Fellgiebel etwa um dieselbe Zeit erfuhr, dass Hitler noch lebte, rief er General Thiele im Bendlerblock, dem Zentrum der Widerstandsgruppe an, wo die Verschwörer auf eine Nachricht warteten, und meldete mehrdeutig: „Es ist etwas Furchtbares passiert, der Führer lebt“. Der Mitverschwörer Oberst Hahn bestätigte Thiele in einem weiteren Telefonat aus der Wolfsschanze ausdrücklich, dass Hitler das Attentat überlebt habe. Thiele benachrichtigte die Generäle Friedrich Olbricht und Hoepner von den Ferngesprächen, sie einigten sich darauf, Walküre zunächst noch nicht auszulösen.

Himmler, der nicht an der Besprechung teilgenommen hatte, rief von der Wolfsschanze aus gegen 14 Uhr in Berlin den Leiter des Reichskriminalpolizeiamtes und Mitverschworenen Arthur Nebe an und forderte eine Untersuchung. Der ebenfalls benachrichtigte Chef des Amtes IV (Gestapo) im Reichssicherheitshauptamt Heinrich Müller solle Stauffenberg verhaften lassen.

Zunächst aber konnten Stauffenberg und sein Adjutant Haeften aus der in höchsten Alarmzustand versetzten Wolfsschanze entkommen. An einer ersten Sperre ließ sie der Wachhabende passieren, am zweiten Kontrollpunkt wurde ihnen die Weiterfahrt jedoch unter Hinweis auf die aktuelle Lage zunächst verwehrt. In einem Telefonat konnte Stauffenberg einen ihm bekannten Offizier dazu bewegen, dem diensthabenden Wachposten die Öffnung der Schranke zu befehlen. Während der Fahrt zum Flugplatz warf Haeften das nicht verwendete Sprengstoffpaket aus dem Wagen. Auf dem Rollfeld erwartete Stauffenberg die für diesen Tag für ihn persönlich abgestellte He 111. Stauffenberg hatte zwar nicht mit eigenen Augen sehen können, ob Hitler durch die Explosion tatsächlich umgekommen war, die Wucht der Detonation aber noch wahrgenommen. Er und Haeften flogen daher in der festen Überzeugung nach Berlin, dass Hitler tot sei.

Während die beiden Verschwörer noch auf dem Rückflug nach Berlin waren, hatte Oberst Albrecht Mertz von Quirnheim gegen 14 Uhr abweichend vom Beschluss seines Vorgesetzten Olbricht bereits einige erste Alarmbefehle mit seiner Unterschrift versehen und abgesandt. Dabei blieb es allerdings zunächst.

Gegen 15:45 Uhr auf dem Flugplatz Rangsdorf gelandet, forderte Stauffenberg Olbricht als Vertreter von Fromm fernmündlich auf, die „Operation Walküre“ anlaufen zu lassen. Der Walküre-Plan war ein offizieller, aber durch von Tresckow, Oberstleutnant i. G. Robert Bernardis und Stauffenberg für die Bedürfnisse des Staatsstreichs angepasster Plan für den Fall innerer Unruhen. Dazu gehörte vor allem, dass alle wichtigen Gestapo-, NSDAP- und SS-Dienststellen von der Wehrmacht besetzt würden.

Im Bendlerblock blieb man aber verunsichert durch weitere Hinweise, dass Hitler entgegen den Beteuerungen durch Stauffenberg nicht umgekommen war. So bekräftigte Keitel, als Olbricht ein Ferngespräch zur Wolfsschanze herstellte, gegenüber Fromm, dass Hitler nur leicht verletzt worden war.

Daher wurden ab etwa 16 Uhr nur wenige Teile der Walküre-Operation in Angriff genommen, und die auf Verschwörerseite stehenden Truppenführer führten vielfach die Befehle nicht aus, wodurch wertvolle Zeit ungenutzt verstrich. So ging zwar das Stichwort Walküre an alle Wehrkreise, Lehr- und Ersatztruppen hinaus. Aber die Besetzung des Haus des Rundfunks und von Fernmeldezentralen in Berlin konnte wegen fehlender Truppen nicht durchgeführt werden. Lediglich in Paris unter General von Stülpnagel und in Wien unter der Leitung des Chefs des Stabes im Wehrkreis, Oberst i. G. Heinrich Kodré, gelang es, die Befehle der Operation Walküre umzusetzen. In groß angelegten Aktionen wurden in diesen beiden Städten Mitglieder der SS verhaftet.

Eines der Fernschreiben der Verschwörer wurde versehentlich auch an die Wolfsschanze versandt. Daraufhin gingen von dort aus ab etwa 16 Uhr erste Fernschreiben heraus, dass Befehle aus dem Bendlerblock ungültig seien. Stauffenberg musste bei seiner Ankunft im Bendlerblock gegen 16:30 Uhr feststellen, dass bisher außer der Alarmierung der Truppen des Ersatzheeres, das die militärische und vollziehende Gewalt in Deutschland übernehmen sollte, nichts unternommen worden war. Gegenüber Fromm offenbarte er, er selbst habe die Bombe gezündet, und behauptete, er selbst habe auch gesehen, wie Hitler tot aus der Baracke hinausgetragen worden sei, Keitel habe, als er Fromm vom Überleben Hitlers berichtet habe, „wie immer gelogen“.

Fromm wurde festgesetzt. Weitere Teile der Walküre-Operation wie das Benachrichtigen der Wehrkreise wurden nun abgearbeitet. Generaloberst Ludwig Beck traf erst gegen 17 Uhr im Bendlerblock ein. Als er vom zweifelhaften Ausgang des Attentats erfuhr, schloss er sich der Einstellung Stauffenbergs an: „Für mich ist dieser Mann tot, davon lasse ich mein weiteres Handeln bestimmen“. Eine besonders schwerwiegende Panne ereignete sich kurz zuvor beim Versand desjenigen Fernschreibens, welches den nicht in die Verschwörung Eingeweihten den Anlass der Walküre-Operation klarmachen sollte:

„Der Führer ist tot! Eine gewissenlose Clique frontfremder Parteiführer hat es unter Ausnutzung dieser Lage versucht, der schwer ringenden Front in den Rücken zu fallen und die Macht zu eigennützigen Zwecken an sich zu reißen …“

Stauffenbergs Adjutant Friedrich Karl Klausing ließ dieses Fernschreiben als „Geheime Kommandosache“ einstufen. Dadurch konnte es nicht gleichzeitig an jeweils 30 Empfänger durchgegeben werden, sondern musste zunächst verschlüsselt und dann jede Seite einzeln versandt werden. Bis ab etwa 17:30 Uhr das Fernschreiben alle Empfänger erreicht hatte, wurde es später als 21 Uhr. In der Zwischenzeit war aber sowohl die Bevölkerung zwischen 18:28 und 18:42 Uhr durch drei Sondermeldungen des Deutschlandsenders darüber informiert worden, dass Hitler nur leichte Verletzungen erlitten hatte, als auch bei den militärischen Dienststellen das Fernschreiben Keitels von 20:20 Uhr eingetroffen, in dem dieser Befehle aus dem Bendlerblock für ungültig erklärt hatte und mitgeteilt hatte: „Der Führer lebt! Völlig gesund!“

Außerdem scheiterten auch die Abriegelung des Regierungsviertels rund um die Wilhelmstraße in Berlin, die Ausschaltung des Deutschlandsenders im Haus des Rundfunks in Berlin-Charlottenburg, die Verhaftung der SS-Führung und die Besetzung der Gestapozentrale in der Prinz-Albrecht-Straße: Gegen 18:00 Uhr überzeugte sich der als fanatischer Nationalsozialist geltende Kommandeur des Wachbataillons „Großdeutschland“ Major Otto Remer, der das Regierungsviertel absichern und Goebbels festnehmen sollte, durch ein von Goebbels vermitteltes Telefongespräch mit Hitler („Major Remer, erkennen Sie meine Stimme?“) vom Überleben des „Führers“. Er erhielt von ihm das Kommando über die gesamte Hauptstadt übertragen.

Stauffenberg indes versuchte, durch zahlreiche Ferngespräche ein Scheitern der Verschwörung noch abzuwenden. Wiederholt beharrte er dabei darauf, Hitler sei tot. Dennoch brachte das Regime die Verschwörer zunehmend in die Defensive. Etliche Offiziere im Bendlerblock wechselten die Seite, setzten sich ab oder hintertrieben Befehle der Verschwörer. Gegen 20 Uhr gab General Wolfgang Thomale der auf dem Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf eingetroffenen Panzer-Ersatzbrigade den Befehl, den Putsch niederzuschlagen. Gegen 23:00 Uhr wurde der Bendlerblock von diesen Truppen besetzt. Die meisten der Verschwörer wurden nach einem Schusswechsel festgesetzt. Nur Hauptmann Klausing und einige jüngere Offiziere (von Hammerstein, von Oppen, von Kleist) konnten aus dem Gebäude entkommen.

Dem Generaloberst Beck gab Fromm, einst sein Untergebener, auf die Bitte, die Dienstwaffe „für den eigenen Gebrauch“ behalten zu dürfen, zuvor Gelegenheit, sich selbst zu töten. Nachdem sich Beck beim ersten Versuch nur einen Streifschuss und beim zweiten nur eine nicht sofort tödliche Kopfverletzung beibringen konnte, wurde er auf Befehl Fromms durch den Gnadenschuss eines Feldwebels getötet. Im Hof des Bendlerblocks wurden wenige Minuten nach Mitternacht Stauffenberg, Haeften, Olbricht und Mertz von Quirnheim – von Soldaten und einzeln – vor einem Sandhaufen und im Scheinwerferlicht eines Lastwagens erschossen.

Die Erschießung der Verschwörer war von Generaloberst Friedrich Fromm unter Berufung auf ein angeblich stattgefundenes Standgericht befohlen worden. Nachdem die fünf Offiziere auf Anordnung Fromms zunächst in Uniform mit Orden und Ehrenzeichen auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof begraben worden waren, ließ Himmler die Leichen am nächsten Tag exhumieren, verbrennen und ihre Asche über Rieselfelder der Berliner Kläranlagen verteilen.
Fromm lag daran, seine eigene Verstrickung in die Attentatspläne zu vertuschen. Er wurde dennoch, nachdem eine Liste der geplanten Regierung in seinem Safe gefunden worden war, später angeklagt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Gegen 01:00 Uhr des 21. Juli 1944 traf in der Wolfsschanze der aus dem 90 Kilometer entfernten Königsberg angeforderte Übertragungswagen der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft ein und wurde betriebsbereit gemacht, sodass sich Hitler über den Rundfunk an die Öffentlichkeit wenden konnte: „Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich unvernünftiger, verbrecherisch-dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen und mit mir den Stab praktisch der deutschen Wehrmachtsführung auszurotten.“

Generalmajor Henning von Tresckow, Chef des Stabes der Heeresgruppe Mitte, ahnte, dass ein Schauprozess bevorstand. Er ließ sich am 21. Juli 1944 in die Nähe der Front fahren und zündete an einem Waldrand eine Gewehrgranate. Er starb sofort.

In Paris und Wien hatten die Verschwörer gemeinsam mit der dortigen SS und Wehrmacht großes Interesse an einer Vertuschung der Aktion, was ihnen auch weitgehend gelang. Aber unter zunehmendem Druck durch Ermittlungen des Regimes wurde der Oberbefehlshaber der 4. Armee von Kluge abgesetzt und beging im August 1944 Selbstmord, und der in Paris zuständige Militärbefehlshaber von Stülpnagel versuchte vergeblich Selbstmord zu begehen – er wurde im April 1945 hingerichtet. Zusammenfassend gab es dafür, dass es trotz des Attentats nicht zum Sturz des Hitler-Regimes kam, drei Hauptgründe:

Die vorangegangenen zahlreichen Anschlagsversuche gegen Hitler mussten aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschoben oder abgebrochen werden. Beim nicht ausgeführten Versuch Stauffenbergs vom 15. Juli waren in der fälschlichen Annahme, das Attentat sei geglückt, bereits Teile des Walküre-Plans angelaufen. Nur unter größten Anstrengungen und mit viel Glück gelang danach die Vertuschung dieser Operationen. Bis auf den Kern des Widerstandes waren einige Anhänger nun nicht mehr bereit, ihr Leben ohne absolut verlässliche Nachrichten über Hitlers Tod aufs Spiel zu setzen.

Die Vorbereitung der Machtübernahme durch die Verschwörer war in vieler Hinsicht völlig unzureichend. Insbesondere war weder Vorsorge getroffen, dass den regimetreuen Kräften nach dem Attentat der Zugriff auf Rundfunk und Fernmeldewesen unmöglich war, noch dass zumindest in Berlin zuverlässige militärische Kräfte politische Zentralen wie das Propagandaministerium, das Reichssicherheitshauptamt, wichtige NSDAP-Dienststellen und die Gestapo-Zentrale besetzten und sicherten, noch dass die Fernschreiben der Verschwörer schnell und gleichzeitig bei den Empfängern ankamen. Die Nutzung der Rundfunksender gelang den Verschwörern ohnehin nicht.

Außerdem war mit Claus von Stauffenberg die zentrale Figur dieses Plans bis 16:30 Uhr im Bendlerblock nicht verfügbar, da er noch auf dem Rückflug nach Berlin war. Zweifellos wäre seine persönliche Anwesenheit dort in den Minuten und Stunden nach dem Attentat von großem Vorteil gewesen. Stauffenberg verfügte über ein hohes Maß an Entschlossenheit. Sie stand im Gegensatz zur wankelmütigen Haltung vieler, die man nur unter größten Vorbehalten auf die Verschwörerseite hatte ziehen können. Diese Leute schwankten nun und konnten sich zu keiner Aktivität durchringen.

Die Ermittlungen der Gestapo zogen sich bis Mai 1945 hin. Neben den Verschwörern fielen auch zahlreiche andere Oppositionelle der NS-Justiz zum Opfer, die schon länger das Missfallen des nationalsozialistischen Regimes erregt hatten, aber nicht in das Attentat verwickelt waren. Man geht insgesamt von ca. 700 Inhaftierungen und mehr als 110 Exekutionen aus.

Im Gefolge des Attentats wurde am 2. August 1944 der sogenannte „Ehrenhof der Wehrmacht“ errichtet, dessen Aufgabe darin bestand, die möglicherweise am Attentat beteiligten Offiziere aus der Armee auszuschließen. Für diejenigen Offiziere, die vom Ehrenhof aus der Wehrmacht als „unehrenhaft“ (zu „Schützen“ degradiert) entlassen wurden, war das Militärstrafrecht nicht anwendbar und deshalb das Reichskriegsgericht nicht zuständig. Sie konnten aufgrund dieser Formalie in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler abgeurteilt werden. Im Gerichtssaal waren die Angeklagten massiven Demütigungen ausgesetzt – so musste sich beispielsweise Erwin von Witzleben während der Verhandlung die Hose festhalten, da ihm die Geheime Staatspolizei den Gürtel abgenommen hatte. Gleichzeitig wurde er durch Roland Freisler beschimpft als „dreckiger alter Mann, der an seiner Hose herumnestele“.

Die Vollstreckung der Todesurteile erfolgte meist nur wenige Stunden nach ihrer Verkündung. Die Opfer wurden in Berlin-Plötzensee mit Stahlkabeln an Fleischerhaken aufgehängt. Eine Kamera filmte den Todeskampf der Verurteilten, die Aufnahmen wurden direkt an das Führerhauptquartier weitergeleitet. Alle Filme sind heute verschollen. Etwa 200 Personen wurden von Hitlers Gefolgschaft als (vermeintliche) Attentäter oder Mitwisser getötet oder in den Tod getrieben". (red.)
 

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