Die Buchempfehlung: "Das System"

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Kategorie: WISSENSWERTES
Veröffentlicht am Samstag, 16. März 2013 15:22

Die Machenschaften der Macht - von Universitäts-Professor und Buchautor Hans Herbert von Arnim

"Es ist etwas faul im Staate", mit diesem Vorwort leitet Universitätsprofessor und Buchautor Hans Herbert von Arnim über in seine Lektüre "Das System", wo er auf die Machenschaften der Macht aufmerksam macht. Zwischen Gemeinsinn und Eigennutz liege die politische Klasse, die sich ihr eigenes System schaffe. Auf 15 Schlagwörtern geht er in seiner Lektüre  ein. Wen kontrolliert die Politk? fragt sich von Arnim und beschreibt das System in einer Art Scheinkämpfe, wo nur die politische Klasse den politischen Wettbewerb gewinnt. Die politische Klasse kontrolliere die Spielregeln von Macht, Einfluss, Geld und Posten, kritisiert von Arnim. Parteienfinanzierung und die Folgen liege im Dunstkreis der Korruption. Bei Parteispenden sei die Transparenz mangelhaft, vielmehr schmiere der Staat mit.

Geld verdirbt den Charakter und führe zur Bürgerferne und Politikverdrossenheit, schreibt von Arnim weiter in seinem Buch. Er geht auf die Manipulation des Wahl"rechts" ein, das Wahlrecht sieht er als Werkzeug der politischen Klasse. Auch die Diskriminierung kommunaler Wählergemeinschaften sei die Folge. So macht er darauf aufmerksam: Als die Konkurrenz noch verboten wurde und wo die Wahlgesetzliche Tricks in der Nachkriegszeit lagen. So befürchtet der Autor, dass sich das System ausdehnt und Postenwirtschaft und Proporzmentalität immer stärker in den Vordergrund rückt. Dies sei der Nährboden des Schattensystems von Handelnden, die massenhaften Verfassungsbruch begingen.    

Abschließend urteilt der Universitätsprofessor in seinem Buch: "Das System rekrutiert die Politiker, die es braucht", das System sei der Kontrolleur der Verwaltungen und Gerichte. Die Hierarchien gehen von den Parlamenten aus und die Willensbildung finde von oben nach unten statt. So gebe es nur noch eine Politikblockade: Der Bundesrat sei am Zügel der Parteien.

Das Buch ist erhältlich beim Droemer Verlag, München 2001, ISBN 3-426-27222-9 und in der Taschenbuch-Ausgabe mit aktuellem Nachwort Knaur, München 2004, 448 Seiten ISBN: 3-426-77658-8 (red.)
   
 

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